Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule Ober-Ramstadt

Schulnetzwerk "Schule 3.0 - Zukunftstechnologien im Unterricht"

Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt ist eine integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Mit ihren ca. 1200 Schülerinnen und Schülern ist sie eine „Schule für alle“, da alle Schulabschlüsse allgemeinbildender Schulen von uns angeboten werden.

Mit unserem Unterricht und unseren außerunterrichtlichen Aktivitäten versuchen wir unser Leitbild lebendig werden zu lassen.
Orientiert an unserem Leitbild wird das gemeinsame Lernen genutzt, um Bildungswege möglichst lange offenzuhalten und Begabungsreserven zu aktivieren, damit alle Kinder und Jugendliche den höchst möglichen Schulabschluss erwerben können. Wir wollen damit versuchen den
Zusammenhang von sozialer Herkunft und Schulabschluss nicht wirksam werden zu lassen.

Frühzeitiges Erkennen von individuellen Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler gewährleisten wir durch kleine Lehrerjahrgangsteams (in den Jahrgängen 5 – 8), die den gesamten
Unterricht in der sechszügigen Sekundarstufe I abdecken. Klare Regeln und verbindliche Lernstrukturen werden durch diese Teams vereinbart und ermöglichen so die konsequente Orientierung auf individualisierte Lehr- und Lernprozesse (Tischgruppenmodell, Kooperative Lehr- und Lernformen, Wochenplanarbeit und Freiarbeit).

Die Schülerinnen und Schüler erhalten in dem Jahrgang 7 (und zur Zeit noch testweise im Jahrgang 8) in den Hauptfächern (Deutsch, Mathematik und Englisch) eine Leistungsrückmeldung auf der Basis einer A-B-C-Differenzierung, werden aber weiterhin im Klassenverband unterrichtet. Dabei sichert der professionelle Umgang mit Heterogenität eine Qualitätssteigerung vor allem auch in den überfachlichen Kompetenzbereichen (z.B. Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Problemlösekompetenz).

Die konsequente Umsetzung in Bezug auf Selbstständiges- und Selbstverantwortliches Lernen führt zu einer Erhöhung der fachlichen Kompetenz (Schüleraktivierung). Dazu dienen uns auch die projektorientierten Phasen im Schuljahr (z.B. die Projektwoche vor den
Herbstferien, die Waldwoche der 5. Klassen, die Projekte im Rahmen des Faches GL).

Mit der Anmeldung in Klasse 5 melden die Eltern ihre Kinder entweder für eine Bläserklasse oder eine Klasse (ab dem Schuljahr 2014/2015) mit naturwissenschaftlich – technischem Schwerpunkt (MINT) an.
In der Bläserklasse erlernen die Schülerinnen und Schüler ein Blasinstrument. In den verschiedenen Orchestern der Schule kann dies über den 6. Jahrgang hinaus fortgesetzt und intensiviert werden.
In den MINT –Klassen werden die Kinder in Zusatzstunden an die naturwissenschaftliche Arbeitsweise herangeführt. Dies geschieht forschend und entdeckend. Phänomene werden aufgegriffen und experimentell erschlossen. Über den Jahrgang 6 hinaus können die erworbenen Kompetenzen im Wahlpflichtunterricht und in AGs intensiviert werden.
Im Wahlpflichtunterricht ab der Klasse 7 (bis Klasse 10) werden neben den beiden Fremdsprachen Französisch und Latein auch berufsorientierende Angebote (innerhalb der Arbeitslehre)angeboten. Schulspezifisch ist das Angebot eines Robotik – Kurses (Fischertechnik basiertes Konstruktionsprojekt mit Roboterprogrammierung), der in Klasse 9 und 10 in der Informatik mündet.

Nach konsequenter Forderung und Förderung auch der leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern vollzieht ein gutes Drittel den Übergang in die eigene gymnasiale Oberstufe, die mit dem zentral geprüften Abitur endet.

In den Jahrgängen 9 und 10 arbeiten wir abschlussbezogen mit einer äußeren A-B-C–Kursdifferenzierung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch und in den naturwissenschaftlichen Fächern mit einer äußeren E-G-Differenzierung.

Ein gut aufgestelltes Übergangsmanagement mit Vorbereitung und Beratung zur Berufsqualifizierung versucht durch ein durchgängig wirkendes Konzept mit einer Vielzahl von verlässlichen und vernetzten Ansprechpartnern, Projekten, Informationsveranstaltungen und
Praktika, den Übergang in eine Berufsausbildung zu ermöglichen, wo sie angestrebt wird.

Schließlich bietet die Schule mit einem stabilen Netzwerk von innerschulischen (Schulsozialarbeit und Schulseelsorge), gemeindlichen (Jugendarbeit, Jugendamt und Beratungsstellen) und weiteren Stellen (Schulpsychologie des Staatlichen Schulamtes), das sich regelmäßig trifft, um zu koordinieren und die Beratung effektiv zu gestalten, eine gute Voraussetzung dafür, dass Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung von Problemen auch schon frühzeitig unterstützt und begleitet werden können.